Am 9. Januar 2021 hat sich in Brieselang die Initiative „Coronahilfe für Brieselang“ gegründet. Bisher sind der Seniorenbeirat von Brieselang, die ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Frau Neumann, Herr Luther von der Initiative „Brieselang hilft“, die Ortsgruppe Brieselang der Volkssolidarität sowie weitere Bürgerinnen und Bürger aus Brieselang dieser Initiative beigetreten bzw. haben ihre aktive Mitarbeit dazu bekundet.

Eines der ersten Ergebnisse unserer Beratung ist der nachfolgende Appell an die politischen Akteure aller Fraktionen und Gruppierungen hier in Brieselang, im Havelland sowie im Land Brandenburg verbunden mit der Bitte diesen auf allen Ebenen weiterzutragen.

Angesichts der aktuellen Situation im Kontext der Corona - Pandemie fordern wir sie dringend auf, kurzfristig – also so schnell als möglich - die Impfstrategie des Landes Brandenburg für die Bewohnerinnen und Bewohner im Havelland und damit auch in Brieselang zu hinterfragen.

Bisher gibt es Impfzentren in Potsdam, Cottbus und Schönefeld. Perspektivisch sollen weitere Impfzentren aufgebaut werden. Für Brieselang wären hier wohl die Standorte in Kyritz und Oranienburg relevant. Diese sind jedoch vor allem, aber nicht nur, für immobile Impfwillige jeden Alters nur mit erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand erreichbar.

Eine Hürde, die nicht sein muss und politisch, institutionell nicht aufgebaut werden sollte. Hier sind die Politik und die zuständigen Entscheidungsträger in der Verantwortung Veränderungen herbeizuführen. Ehrenamtliches Engagement für schnelle und unkonventionelle Hilfen und Angebote gibt es, aber die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen dafür müssen auf politischer Ebene geschaffen bzw. geregelt werden.

Es ist unseres Erachtens essentiell, die derzeitigen und aus unserer Sicht unzureichenden und sehr, sehr oft nicht praktikablen Impfmöglichkeiten kritisch und dabei aber vor allem konstruktiv zu erörtern. Wir erwarten von Ihnen Lösungsvorschläge, die baldmöglichst umgesetzt werden können.

Beginnend bei der der Etablierung eines Impfzentrums im Osthavelland, so wie bereits Mitte Dezember 2020 z.B. für Paaren i. Glien angedacht oder in den Mittelzentren Nauen und Falkensee, die Förderung und Unterstützung von mobilen Impfteams für Pflegebedürftige die im eigenen Haushalt leben und deren pflegende Angehörige bis hin zu Impfmöglichkeiten innerhalb der Kommune z.B. in Arztpraxen, Sporthallen, der Sportlerklause in Brieselang o.ä. soweit dies mit dem verfügbaren Impfstoff möglich ist.

Weiter erwarten wir, so wie es z.B. im Land Berlin vorgelebt wird, dass die Erreichbarkeit der Impfzentren auch für mobilitätseingeschränkte Personen sichergestellt wird. Dies betrifft sowohl die generellen Transportmöglichkeiten als auch deren Finanzierung wie z.B. Taxigutscheine.

Lassen sie uns gemeinsam diese schwierigen Zeiten bestmöglich meistern. Wir sind sehr dankbar, dass es auf kommunaler Ebene viel Engagement und Hilfsbereitschaft gibt, aber ohne den politischen Willen zur Entwicklung, Durchsetzung und Etablierung weitergehender Lösungsstrategien drohen diese ins Lehre zu laufen. Wir setzen unser Vertrauen in die gewählten Kommunal-, Kreis- und Landespolitiker – enttäuschen sie uns und die Bürgerinnen und Bürger bitte nicht!

 

Manuela Wolke (Vorsitzende des Seniorenbeirats Brieselang)

Kathrin Neumann (Ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte)

Detlef Luther (Administrator von „Brieselang hilft“

Gerhard Buhren (Vorsitzender der Ortsgruppe Brieselang der Volkssolidarität)