Was ist ein Lebendiger Adventskalender?

Lebendiger Adventskalender für Brieselang  gestaltet von Detlef Luther in Zusammenarbeit und Verantwortung der evangelischen Kirchengemeinde Brieselang.

Die Adventzeit ist für Viele die schönste Zeit im Jahr. Die besinnliche Zeit vor der Geburt Jesus Christus, dem Heiligen Abend, ist gespickt mit Bräuchen und Traditionen, die die Wartezeit verkürzen soll. Besonders für Kinder ist der Advent eine besondere Zeit im Jahr. Aber auch Erwachsene sind dazu aufgerufen, sich in den vier Wochen vor dem Heiligen Abend auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Eine der bekanntesten Traditionen ist der Adventskalender.

Am 1. Dezember zählt ein Adventskalender 24 Tage. Verbreitet ist er vor allem als Kalender mit kleinen Süßigkeiten und Überraschungen. Jeden Tag darf ein Fenster geöffnet werden, hinter dem zum Beispiel Schokolade versteckt ist. Aber es gibt auch einen lebendigen Adventskalender. Lebendig wird dieser durch Menschen aus unserer Gemeinde hier in Brieselang mit den Ortschaften Bredow und Zeestow. In einigen Gemeinden ist es Brauch, dass sich die Menschen an jedem Tag im Advent treffen, um sich auf das Fest einzustimmen. Sie treffen sich vor Türen, Fenstern, Geschäften oder in Kirchen. Dort hören sie Musik, kleine Geschichten oder Segensworte. Manchmal singen sie gemeinsam, manchmal führen Kinder oder Erwachsene ein kleines Schauspiel auf. Die Treffen dauern bewusst nur 20 bis 30 Minuten und sollen eine Auszeit, in der oft hektischen Vorweihnachtszeit sein. Exakte Vorgaben für die Gestaltung gibt es nicht.
Unsere Gemeinde veranstaltet diesen lebendigen Adventskalender in diesem Jahr zum 1.Mal. Ich bin stolz diesen lebendigen Adventskalender mit einigen Mitstreitern  für unsere evangelisch Kirche zum 1.Mal ins Leben rufen zu können

Der „Lebendige Adventskalender“ wird von engagierten Menschen aus der Kirchengemeinde und aus der Bevölkerung der o.g. Ortschaften durchgeführt. Schon lange vor dem Advent suche ich Freiwillige, die sich bereit erklären, an einem Tag Gastgeber für die anderen Teilnehmer zu sein.
Die zu bildende Arbeitsgruppe veröffentlicht dann im Internet oder der örtlichen Presse  sowie im Gemeindeblatt anschließend die Stationen der Adventskalender.
Auch wer selbst keinen Abend gestalten möchte, kann daran teilnehmen. In einigen Gegenden ist es auch guter Brauch, dass  Kinder einen Abend gestalten. Daher bitte ich Kinder aus unsere Gemeinde mir einem Vorschlag zu unterbreiten,wie sie sich einbringen könnten. Andernorts sind es auch Behörden, die bei einem lebendigen Adventskalender mitwirken und die Öffentlichkeit einladen. Nicht selten wird bei solchen Veranstaltungen für einen guten Zweck gesammelt.


                        Das Fenster eines lebendigen Adventskalenders

Beim lebendigen Adventskalender geht es ähnlich wie bei einem gebastelten oder gekauften Kalender darum, ein Fenster zu öffnen. Deshalb gestalten die Teilnehmer ein Schaufenster, reales Fenster, eine Tür oder ein Gartentor und kleben die jeweilige Datumszahl gut lesbar an das Fenster. Zur vereinbarten Uhrzeit treffen sich die Menschen. Wenn alle versammelt sind, wird zur Einstimmung manchmal ein Lied gesungen. Andernorts trinkt man gemeinsam einen Kinderpunsch oder einen wärmenden Glühwein. Nicht überall ist es üblich, Speis und Trank anzubieten. Dann wird der Rollladen des Fensters hochgezogen oder das Licht wird eingeschaltet. Der Gestaltung des Fensters sind keine Grenzen gesetzt. In der Regel findet man darin weihnachtliche Motive wie Sterne, Sternschnuppen, das Jesuskind, ein Tannenbaum oder ähnliches. Der Gastgeber begleitet die Anwesenden dann durch eine kleine, frei gestaltbare Feier. Geschichten der Besinnung, Segensworte und Gebete finden darin ebenso ihren Platz wie gemeinsam gesungene Lieder. Manchmal werden auch Musikkapellen oder Musikgruppen eingeladen, die weihnachtliche Weisen spielen. Die lebendigen Adventskalender sollen als gemeinsames Ritual auch Erwachsene dazu animieren, ihren Stress zu vergessen. In manchen Gemeinden gibt es spezielle Auftaktveranstaltungen, die mit einem Gottesdienst beginnen. Übrigens laden manche Familien auch in das eigene Wohnzimmer ein, sofern dieses groß genug ist. Ein lebendiger Adventskalender muss nicht zwangsläufig im Freien stattfinden. So können auch weihnachtlich dekorierte Scheunen oder Hütten als Gastgeberort gewählt werden. Es handelt sich hier um umschriebene Möglichkeiten bzw Ideen,die Selbstverständlich ergänzt werden oder erweitert.

 

Daher bitte ich hier Menschen aus der Region an diesem gemeinsamen lebendigen Adventskalender mitzuwirken